Kunst & Kultur

59. Berlinale - Teil 4

Einige überzeugende Filme

Von Stefan Steinberg, 14. März 2009

Die Filme London River und zwei Werke von Hans-Christian Schmid gehören zu den wenigen Filmen, die sich mit aktuellen sozialen Problemen befassen.

59. Berlinale - Teil 3

Die Kraft unspektakulärer Alltagsbilder

Zwei Dokumentarfilme

Von Bernd Reinhardt, 12. März 2009

Die beiden Dokumentarfilme sind sehenswert, denn die Aufmerksamkeit der Regisseure gilt dem oft unauffälligen, unbeachteten, schweren Lebensalltag einfacher Menschen in verschiedenen Ländern.

59. Berlinale - Teil 2

Ein Brodeln unter der Oberfläche - aber nicht mehr

Zur Filmreihe: Winter Adé - filmische Vorboten der Wende

Von Bernd Reinhardt, 3. März 2009

In einer Sonderreihe der Berlinale zeigte die Deutsche Kinemathek verschiedene Filme vom Ende der siebziger bis Ende der achtziger Jahre in der DDR, Osteuropa und der Sowetunion. Diese Spielfilme, Dokumentarfilme, Experimentalfilme, Animationsfilme geben einen Einblick in die Entfremdung zwischen den stalinistischen Regimen und großen Teilen der Bevölkerung.

59. Berlinale - Teil 1

Ein alarmierendes Zurückbleiben hinter der Zeit

Von Stefan Steinberg, 28. Februar 2009

Besonders auffällig an der diesjährigen Berlinale war das mangelnde Verständniss der Dringlichkeit der gegenwärtigen Krise. Keine der brennenden Fragen am Ende des ersten Jahrzehnts des 21. Jahrhunderts wurde auf dem Festival angemessen behandelt.

Kunst und Sozialismus: die wirklichen Grundlagen

Ein öffentlicher Vortrag in Großbritannien von David Walsh

Von David Walsh, 21. Februar 2009

Der Kulturredakteur der WSWS, David Walsh hat in mehreren Städten in Großbritannien einen Vortrag zu dem Thema "Kunst und Sozialismus" gehalten. Wir drucken diesen Vortrag heute ab..

Der Vorleser: eine leichtfertige Einführung in die Geschichte

Von Joanne Laurier, 12. Februar 2009

Der Film Der Vorleser ist ein Versuch über die psychischen Nöte eines Heranwachsenden im Deutschland der Nach-Holocaust-Zeit, doch er wird der selbst gestellten Aufgabe nicht gerecht. Das Werk ist im Wesentlichen eine Konstruktion, die mit dem Begriff der deutschen Kollektivschuld für die Verbrechen des Faschismus kokettiert.

Ein spannender Thriller, aber kein historischer Film

"Operation Walküre - Das Stauffenberg-Attentat"

Von Peter Schwarz, 30. Januar 2009

Der Film präsentiert Stauffenberg als heroischen Einzelkämpfer, von dessen Tatkraft, Geschicklichkeit und Entschlossenheit das Schicksal Deutschlands abhängt. Für ein historisches Verständnis des Widerstands vom 20. Juli reicht das nicht aus.

Harold Pinter und Eartha Kitt - zwei Künstler, die sich gegen imperialistischen Krieg stellten

Von David Walsh, 17. Januar 2009

Über Weihnachten 2008 starben zwei bedeutende Künstler - der englische Dramatiker Harold Pinter und die amerikanische Sängerin und Schauspielerin Eartha Kitt – die sich beide öffentlich gegen imperialistischen Krieg stellten: Kitt gegen den Vietnamkrieg und Pinter gegen die britisch-amerikanische Invasion des Irak.

Die Rekonstruktion des Berliner Stadtschlosses

Von Florian Bergstadt, 15. Januar 2009

Der Plan zur Wiedererrichtung des Berliner Stadtschlosses konnte sich nur durchsetzen, weil er einem Bedürfnis in den tonangebenden Kreisen der Politik nachkommt, die Vergangenheit für gegenwärtige Zwecke neu zu interpretieren.

Die Wahrheit über Trotzki und die russische Revolution herauszufinden, "bestimmt mein Leben auch weiterhin "

Ein Gespräch mit dem bemerkenswerten David King

Von David Walsh, 27. Dezember 2008

Der Künstler, Designer, Herausgeber, Fotohistoriker und Archivar David King wird ein neues Buch mit dem Titel Red Star Over Russia herausbringen, eine visuelle Geschichte der Sowjetunion. Der Kunsz und Kultur Rdakteur der WSWS, David Walsh, sprach mit King in London.

Anonyma - die unverstandene Rolle des Stalinismus

Anonyma - eine Frau in Berlin von Max Färberböck, Deutschland 2008

Von Bernd Reinhardt, 19. November 2008

Ein Film, der die zerstörerische Kraft des Stalinismus in der Roten Armee berücksichtigt, die Zerstörung ihrer Kultur und ihrer demokratischen Traditionen, würde sich nicht so schwer damit tun, eine klare Haltung zu den Massenvergewaltigungen von 1945 einzunehmen.

Eine oberflächliche Aufarbeitung der RAF-Geschichte

"Der Baader Meinhof Komplex" - Produktion und Buch: Bernd Eichinger, Regie: Uli Edel

Von Peter Schwarz, 28. Oktober 2008

Drei Jahrzehnte nach dem "Deutschen Herbst" hat der Produzent und Drehbuchautor Bernd Eichinger ("Der Untergang", "Das Parfum") die Geschichte der Roten Armee Fraktion (RAF) auf die Leinwand gebannt.

Ein internationales Lied

La Paloma. Ein Dokumentarfilm von Sigrid Faltin

Von Bernd Reinhardt, 26. August 2008

Wer den Film nicht gesehen hat, wird es nicht wissen: Der Song La Paloma (die Taube) ist das meistinterpretierte Lied weltweit. Der Münchner DJ und Klangkünstler Kalle Laar kennt 2000 Versionen. Er vermutet, dass es mindestens doppelt so viele Aufnahmen gibt, höchst unterschiedlicher Art, wie die von Interpreten aus Haiti, die es auf traditionellen Glocken spielen bis hin zu Elvis Presleys schmachtendem "No more". Die Filmemacherin Sigrid Faltin verfolgt einige Spuren des Lieds um die halbe Welt, begibt sich nach Kuba, Mexiko, Tansania, Hawaii, Rumänien, Deutschland, Spanien.

Oper für alle

Porgy and Bess in Berlin

Von Verena Nees, 22. Juli 2008

Das hat Berlin noch selten erlebt: Zu Beginn der regulären Sommerpause aller drei Opern der Stadt startete ein Gastspiel der Cape Town Opera mit Porgy and Bess von George Gershwin in der Deutschen Oper und erntete Beifallsstürme, wie schon lange nicht vernommen.

Zum Tod von Filmregisseur Sydney Pollack (1934-2008)

Von David Walsh, 28. Juni 2008

Der amerikanische Filmregisseur, Produzent und Schauspieler Sydney Pollack erlag am 26. Mai in Pacific Palisades, Kalifornien, im Alter von 73 Jahren einem Krebsleiden. Bekannt war er vor allem für seine Filme Nur Pferden gibt man den Gnadenschuss (1969), So wie wir waren (1973), Die drei Tage des Kondor (1973), Tootsie (1982) and Jenseits von Afrika (1985). In den letzten Jahren betätigte er sich stärker - und vielleicht auch erfolgreicher - als Produzent (The Quiet American, Michael Clayton, Recount) und als Schauspieler bei Film und Fernsehen.

58. Berlinale Teil 2

Katyn - die Politik des polnischen Filmemachers Andrzej Wajda

Von Stefan Steinberg, 13. März 2008

Katyn heißt der neue Film des 81-jährigen Andrzej Wajda, des renommiertesten polnischen Regisseurs der Nachkriegszeit. Er handelt vom Schicksal von etwa 22.000 polnischen Offizieren und Intellektuellen, darunter Wajdas Vater, die von sowjetischen Truppen in einem Massaker Anfang 1940 getötet wurden. Die Stadt Katyn, wo die Massenerschießungen stattfanden, liegt nahe der Stadt Smolensk in Russland. Wajdas Film ist der erste Versuch, dieses historische Ereignis, das Gegenstand heftiger Kontroversen ist, auf die Leinwand zu bannen.

Die 58. Berlinale

Alarmsignale im zeitgenšssischen Film

Teil 1

Von Stefan Steinberg, 4. März 2008

Dies ist der erste in einer Serie von Artikeln über die 58. Berlinale, die vom 7. bis 17. Februar 2008 in Berlin stattfand. Weitere Berichte folgen in den nächsten Tagen

"Rubljovka - Straße zur Glückseligkeit

Ein Dokumentarfilm von Irene Langemann

Von Bernd Reinhardt, 23. Februar 2008

Woher kommen dieses Elitedenken, die Gleichgültigkeit gegenüber der Armut, der Hang zur egoistischen Bereicherung im heutigen Russland?

Zeit der Revolten

Von Sybille Fuchs, 30. Januar 2008

Marita Vollborn, Vlad Georgescu: Brennpunkt Deutschland: Warum unser Land vor einer Zeit der Revolten steht. Bergisch-Gladbach, 2007. ISBN978 3 7857 2282 4

Sozialabbau, Verelendung und hemmungslose Bereicherung

Sachbuchautoren besorgt über den Zustand der Gesellschaft

Von Werner Albrecht und Sybille Fuchs, 18. Januar 2008

Im letzten Jahr sind eine Reihe von Büchern veröffentlicht worden, die die Frage der Polarisierung von Arm und Reich, die Zerstörung des Sozialstaats und die Erodierung demokratischer Rechte zum Thema haben

Rätselhaftigkeit und vielleicht Ausweichen (oder Versteckspiel): der Realismus des deutschen Malers Neo Rauch

Von Clare Hurley, 3. Januar 2008

Neo Rauch im Met: "para" - eine Gemäldeausstellung im Metropolitan Museum of Art in New York, 22. Mai - 14. Oktober 2007 und im Max Ernst Museum in Brühl, 28. Oktober 2007 - 30. März 2008.

Rummelplatz

Roman eines DDR-Arbeiters nach 40 Jahren erschienen

Von Verena Nees, 22. Dezember 2007

Wer noch eine spannende Buchlektüre zu Weihnachten sucht, dem sei Werner Bräunigs Rummelplatz empfohlen, der vom Ostberliner Aufbau-Verlag zur diesjährigen Leipziger Buchmesse erstmals herausgebracht worden ist. Geschrieben wurde der Roman bereits vor 40 Jahren.

Das Reichsorchester. Die Berliner Philharmoniker und der Nationalsozialismus

Eine Filmbesprechung

Von Verena Nees, 17. November 2007

Die WSWS sprach gestern am Essener Hauptbahnhof mit Lokführern

Ingmar Bergman (1918-2007): eine Würdigung und ein Bedauern

Von Marty Jonas, 28. August 2007

Mit dem zufällig auf den gleichen Tag - Montag, 30. Juli - fallenden Tod der Regisseure Michelangelo Antonioni und Ingmar Bergman erleben wir nicht nur das Ende zweier großer Künstler, sondern auch das Ende einer großen Generation des Weltkinos.

Michelangelo Antonioni - kein makelloses Vermächtnis

Teil 2

Von Richard Phillips, 14. August 2007

Nach der Krise am amerikanischen Hypothekenmarkt kommt es in den letzten Tagen an der New Yorker Börse zu abrupten Schwankungen der Aktienwerte, die das Gespenst einer Weltwirtschaftskrise an die Wand malen.

Michelangelo Antonioni - kein makelloses Vermächtnis

Teil 1

Von Richard Phillips, 11. August 2007

Im Herbst muss der Bundestag über die drei Bundeswehrmandate in Afghanistan entscheiden. Die Bundesregierung will zusätzliche Soldaten nach Afghanistan senden. Das Thema spielt auch für die bevorstehenden Parteitage der SPD und der Grünen eine Rolle.

Michael Moores Sicko : Dürftiges Konzept, dürftige Ergebnisse

Sicko, Drehbuch und Regie: Michael Moore

Von David Walsh, 18. Juli 2007

Der Film Sicko ist die Kritik des Dokumentarfilmers Michael Moore am amerikanischen Gesundheitssystem. Trotz der unbestrittenen Aufrichtigkeit des Regisseurs und seines Talents für Effekte ist es ein außerordentlich dürftiges Werk, schwächer als Fahrenheit 9/11.

Privatisierung des Regens

Der große Ausverkauf - ein Dokumentarfilm von Florian Opitz

Von Bernd Reinhardt, 11. Juli 2007

"Niemand kann sich die Güter der Erde oder des Gewerbes ausschließlich aneignen, ohne ein Verbrecher zu sein." - Gracchus Babeuf 1797

Afrikanischer Schriftsteller und Filmpionier: Zum Tod von Ousmane Sembène

Von Anders Ernst, 6. Juli 2007

Am 9. Juni starb im Alter von 84 Jahren in Dakar einer der Pioniere und herausragenden Vertreter des afrikanischen Kinos, der senegalesische Schriftsteller und Filmemacher Ousmane Sembène. Er verfasste zahlreiche Romane und Kurzgeschichten und drehte insgesamt zwölf Spielfilme.

57. Berliner Filmfestspiele - Teil 3

Ein Aufhorchen im deutschen Film

Yella von Christian Petzold, Der Rote Elvis von Leopold Grün und Die Fälscher von Stefan Ruzowitzki

Von Stefan Steinberg, 18. Mai 2007

Yella

57. Berliner Filmfestspiele - Teil 2

Armut in Deutschland

Die Dokumentarfilme Prinzessinnenbad von Bettina Blümner , Osdorf von Maja Classen und Zirkus is nich von Astrid Schult

Von Bernd Reinhardt, 4. April 2007

Die soziale Polarisierung in Deutschland trifft besonders Kinder und Jugendliche der Benachteiligten hart. Die Umgebung von Massenarbeitslosigkeit, Armut und Perspektivlosigkeit schafft eine giftige Atmosphäre. Drei junge Regisseurinnen richten ihren Blick auf solche Heranwachsenden.

Leipziger Buchmesse:

Arbeiterpresse Verlag stellt Programm für 2007 vor

Von einem Korrespondenten, 27. März 2007

Im Rahmen eines halbstündigen Forums stellte Peter Schwarz vor rund achtzig interessierten Zuhörern das Buch "Leo Trotzki und das Schicksal des Sozialismus" vor, das im kommenden Sommer im Arbeiterpresse Verlag erscheinen wird.

57. Berliner Filmfestspiele

Ein Gestolper über politische und historische Themen

Teil 1

Von Stefan Steinberg, 21. März 2007

Die öffentlichen Floskeln der Kanzlerin konnten nicht darüber hinwegtäuschen, das die Differenzen zwischen Berlin und Warschau sehr tief sitzen.

Wahrheitssuche zwischen den Fronten des kalten Krieges

Zum Tod des Filmregisseurs Frank Beyer

Von Bernd Reinhardt, 31. Januar 2007

Frank Beyer, der im Oktober unerwartet verstarb, gehört zu den wichtigen deutschen Filmemachern.

Mein Führer: Die wirklich wahrste Wahrheit über Adolf Hitler

Unkenntnis der Materie ist kein guter Ausgangspunkt

Von Stefan Steinberg, 30. Januar 2007

Mein Führer: Die wirklich wahrste Wahrheit über Adolf Hitler, Buch und Regie Dani Levy

The Queen : Blair als Retter der Monarchie

Von Paul Bond, 24. Januar 2007

Am 13. Januar 2007 verurteilte ein italienisches Militärgericht in La Spezia zehn ehemalige SS-Offiziere zu lebenslänglicher Haft für das Massaker an Hunderten von Zivilisten in Marzabotto im Herbst 1944.

Ein Flickenteppich aber kein vollständiges Bild

The Wind That Shakes the Barley, Regie: Ken Loach, Drehbuch: Paul Laverty

Von Paul Bond, 9. Januar 2007

Die britischen Medien sind nicht gerade für ihre Objektivität oder Zurückhaltung bekannt, was die Teilung von Irland angeht, Großbritanniens ältester Kolonie. Dennoch waren die Beschimpfungen, mit denen Ken Loach für seinen letzten Film bedacht wurde, bemerkenswert. Obgleich The Wind That Shakes the Barley [Der Wind, der die Gerste spaltet], auf dem Filmfestival von Cannes die begehrte Goldene Palme gewonnen hatte, prangerte die rechtsgerichtete britische Presse den Film an, schlimmer als das Werk von Nazi-Propagandisten zu sein.

Caravaggio: "Die letzten Jahre"

Dunkle und komplexe Schönheit

Ausstellung in der Londoner National Gallery

Von Paul Bond, 3. Januar 2007

Mehrere Ausstellungen widmen sich in jüngster Zeit dem Werk von Michelangelo Merisi da Caravaggio (1571-1610).

Mel Gibsons Apocalypto: Eine schmerzhafte Erfahrung

Apocalypto, Regie: Mel Gibson, Drehbuch: Farhad Safinia

Von David Walsh, 28. Dezember 2006

Was sollen wir mit Mel Gibsons Apocalypto anfangen, einem Film, der von Gewaltszenen nur so strotzt? Es scheint sich weniger um ein künstlerisches Ereignis als um ein sozialpsychologisches Phänomen zu handeln.

Borat: Wessen Torte und wessen Gesicht?

Von David Walsh, 13. Dezember 2006

Der Tod von Augusto Pinochet am 10. Dezember bietet einen Anlass, jene Ereignisse in Erinnerung zu rufen, die den chilenischen General vor 33 Jahren an die Spitze einer Militärdiktatur aufsteigen ließen.

Zwischen dem Wunsch nach Freiheit und religiöser Rückständigkeit

Deepa Metha im Gespräch mit der WSWS

Von Richard Phillips, 4. November 2006

Die indische Regisseurin Deepa Mehta sprach während ihres Aufenthalts in Australien anlässlich der Vorstellung ihres jüngsten Films Water mit World Socialist Web Site -Reporter Richard Phillips.

Das elende Leben indischer Witwen

Water - Drehbuch und Regie von Deepa Mehta

Von Panini Wijesiriwardena and Parwini Zora, 4. November 2006

Water, der jüngste Spielfilm von Deepa Mehta und dritter Teil ihrer "Elemente-Trilogie", läuft seit September auch in deutschen Kinos.

Gillo Pontecorvo, Filmregisseur von Schlacht um Algier , im Alter von 86 Jahren gestorben

Ein Interview mit der WSWS aus dem Jahr 2004

1. November 2006

Gillo Pontecorvo, der italienische Regisseur des bekannten Films La battaglia di Algeri (Die Schlacht um Algier, 1966), starb am 12. Oktober im Alter von 86 Jahren in einem Krankenhaus in Rom.

Streiflichter von der Frankfurter Buchmesse 2006

Von Marianne Arens, 11. Oktober 2006

Über 286.000 Menschen besuchten die diesjährige Frankfurter Buchmesse, die den Schwerpunkt Indien hatte. Sie ist jedoch in erster Linie ein großes Geschäft, ein gigantischer Markt mit der Ware "Kultur".

Mozarts Oper "Idomeneo" und die Kampagne gegen Muslime

Von Patrick Richter, 30. September 2006

Vom Standpunkt, eine unnötige Gefährdung von Publikum und Schauspielern zu vermeiden, ist die Entscheidung von Harms gerechtfertigt und verständlich.

Hitlers Lieblingsbildhauer: Schweriner Ausstellung zeigt Arno Brekers Werke

Von Stefan Steinberg, 27. September 2006

In Schwerin präsentiert eine Ausstellung erstmalig seit dem zweiten Weltkrieg umfassend die Werke von, Arno Breker (1900-91), Hitlers Lieblingsbildhauer.

50 Jahre seit dem Tod von Bertold Brecht

Die Dreigroschenoper und Die Heilige Johanna der Schlachthöfe auf Berliner Bühnen

Von Stefan Steinberg, 7. September 2006

Das offizielle Deutschland hatte lange ein zwiespältiges Verhältnis zu Bertold Brecht, einem der begabtesten Dichter und Dramatiker des Landes, dessen Todestag sich im August dieses Jahres zum 50. Mal jährt. Während der Zeit des Kalten Kriegs wurde Brecht von der großen Mehrheit der westdeutschen antikommunistischen Kritiker und Politiker entweder heftig kritisiert oder ignoriert; die Letzteren versuchten politisches Kapital daraus zu schlagen, dass der Künstler sich entschieden hatte, im stalinistischen Ostdeutschland (DDR) zu leben und zu arbeiten.

Günter Grass und die Waffen-SS

Von Peter Schwarz, 18. August 2006

Das Bekenntnis von Günter Grass, er habe bei Kriegsende als Siebzehnjähriger in einer Division der Waffen-SS und nicht, wie bisher angenommen, als Flakhelfer gedient, hat eine Welle grotesk übersteigerter Anschuldigungen ausgelöst.

San Francisco International Film Festival 2006 - Teil 4

Weitere europäische und asiatische Filme

Von David Walsh, 13. Juli 2006

Dies ist der vierte und letzte Teil einer Reihe von Artikeln zum diesjährigen San Francisco International Film Festival, das vom 20. April bis zum 4. Mai 2006 stattfand.

San Francisco International Film Festival 2006 - Teil 3

Politische Enthüllungen und mehr... oder weniger

Von Joanne Laurier, 8. Juli 2006

Dies ist der dritte Teil einer Artikelreihe zum diesjährigen San Francisco International Film Festival, das vom 20. April bis zum 4. Mai 2006 stattfand.

Einen Bären aufgebunden

Esmas Geheimnis - Grbavica

Von Anders Ernst, 6. Juli 2006

In der Slowakei hat die sozialdemokratische Smer, deren Wurzeln auf die Kommunistische Staatspartei zurückgehen, eine Regierungskoalition mit zwei ultrarechten Parteien geschlossen, die den slowakischen Faschisten Jozef Tiso zu ihren Ahnen zählen.

San Francisco International Film Festival 2006

Teil 2: Achtbare Werke

Von David Walsh, 14. Juni 2006

Dies ist der zweite Teil einer Reihe von Artikeln zum diesjährigen San Francisco International Film Festival, das vom 20. April bis zum 4. Mai 2006 stattfand.

San Francisco International Film Festival 2006

Teil 1: Film und Geschichte

Von David Walsh, 7. Juni 2006

Dies ist der erste Teil einer Reihe von Artikeln zum diesjährigen San Francisco International Film Festival, das vom 20. April bis zum 4. Mai 2006 stattfand.

The Da Vinci Code - Sakrileg

Der Roman, der Film und der Mythos einer "Gegenkultur"

Von David Walsh, 6. Juni 2006

Das Argument, "was wirklich zählt" sei die öffentliche Meinung und nicht vernünftige Argumentation, ist verheerend. Die Mythen einer "Gegenkultur" sind keinen Deut besser als rechtsgerichtete Mythen.

Michael Hanekes "Caché"

Den größten Schwierigkeiten aus dem Weg gegangen

"Caché" (Versteckt), Buch und Regie: Michael Haneke

Von David Walsh, 24. Mai 2006

Der österreichische Regisseur Michael Haneke hat sich auf die Darstellung von Vorfällen spezialisiert, die von gesellschaftlicher Entfremdung und Beziehungslosigkeit geprägt sind.

Eine neue Sicht auf Mozart (2)

Buchbesprechung: Helmut Perl, Der Fall Mozart. Aussagen über ein missverstandenes Genie, Zürich Mainz 2005

Von Verena Nees, 6. Mai 2006

Neue Publikationen thematisieren erstmals den politischen Mozart und unternehmen den Versuch, seine Musik als Widerspiegelung der revolutionären Strömungen seiner Zeit zu verstehen.

Eine neue Sicht auf Mozart (1)

Buchbesprechung: Helmut Perl, Der Fall Mozart. Aussagen über ein missverstandenes Genie, Zürich Mainz 2005

Von Verena Nees, 5. Mai 2006

Neue Publikationen thematisieren erstmals den politischen Mozart und unternehmen den Versuch, seine Musik als Widerspiegelung der revolutionären Strömungen seiner Zeit zu verstehen.

56. Berlinale - Teil 6

Reaktionen auf eine härtere soziale Realität

Von Bernd Reinhardt, 4. Mai 2006

Sehnsucht nach Geborgenheit in der Familie war eins der zentralen Themen deutscher Filme auf der Berlinale. Es reflektiert ein seit längerem bestehendes gesellschaftliches Defizit. Die Arbeitslosigkeit, die auch das Familienleben negativ beeinflusst, liegt in Berlin bei rund 20 Prozent, die Zahl der Single-Haushalte laut Bildungssenator Klaus Böger bei 51 Prozent. Viele Eltern sind besorgt über die unsichere Zukunft ihrer Kinder. Erst vor kurzem ist eine "Elternpartei" gegründet worden.

56. Berlinale - Teil 5

Versinken in Gewalt

Von Bernd Reinhardt, 22. April 2006

Unter den deutschen Beiträgen zur 56. Berlinale ragten zwei Filme heraus. Knallhart (Regie: Detlev Buck, Buch: Zoran Drvenkar/Gregor Tessnow) und Der Kick von Andres Veiel zeigen in ungewohnt schockierender Deutlichkeit, wie Armut und Perspektivlosigkeit eine Spirale von blinder, rückständiger Gewalt unter den Schwächsten der Gesellschaft in Gang setzen. Der erste Film spielt in einem Berliner Stadtbezirk mit hohem Ausländeranteil, der zweite in einem Dorf in Ostdeutschland.

56. Berlinale - Teil 4

Zurück zum Elementaren?

Elementarteilchen von Oskar Roehler

Von Bernd Reinhard, 29. März 2006

Elementarteilchen von Oskar Roehler

56. Berlinale - Teil 3

Die Arbeit des Theaterregisseurs Robert Wilson und andere Dokumentarfilme

Von Steinberg, 28. März 2006

Die Arbeit des Theaterregisseurs Robert Wilson und andere Dokumentarfilme

Leipziger Buchmesse:

Großes Interesse an Büchern des Arbeiterpresse Verlags

Von einem Korrespondenten, 25. März 2006

Im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stand die Neuerscheinung des zweiten Bands aus der siebenbändigen Reihe "Gab es eine Alternative?" von Wadim S. Rogowin.

56. Berlinale - Teil 2

Es gibt Bewegung

Von Stefan Steinberg, 23. März 2006

Die Grenze übertreten: Iranischer Film und Zensur

56. Berlinale - Teil 1

Es gibt Bewegung

Von Stefan Steinberg, 22. März 2006

Bei der diesjährigen Berlinale setzte sich fort, was bei der letztjährigen in Ansätzen zu erkennen war: der Versuch von Filmemachern einiger Länder, unter die Oberfläche des aktuellen gesellschaftlichen und politischen Geschehens vorzudringen und diese Gedanken zur Grundlage ihres Filmschaffens zu machen.

Arbeiterpresse Verlag auf der Leipziger Buchmesse

11. März 2006

Inzwischen füttert Schröder die Heuschrecken nicht mehr, er lässt sich selbst von ihnen füttern.

Ein Besuch im Land der Heuchler

Von Joanne Laurier, 7. März 2006

Good Woman - Ein Sommer in Amalfi, Regie Mike Barker; Drehbuchautor Howard Himelstein, frei nach Lady Windermeres Fächer von Oscar Wilde

Heinrich Heine 1797 - 1856

Teil 2

Von Sybille Fuchs, 25. Februar 2006

Es geht bei dem nun seit drei Wochen andauernden Streik im öffentlichen Dienst um weit mehr als um die Verlängerung der täglichen Arbeitszeit um 18 Minuten. Jeder Beschäftigte im öffentlichen Dienst weiß das.

Heinrich Heine 1797 - 1856

Teil 1

Von Sybille Fuchs, 24. Februar 2006

"Eine Revolution ist ein Unglück, aber ein noch größeres Unglück ist eine verunglückte Revolution." (Heinrich Heine: in Ludwig Börne)

Das Leben ist ein Karussell

Sommer vorm Balkon, Regie: Andreas Dresen, Buch: Wolfgang Kohlhaase

Von Bernd Reinhardt, 7. Februar 2006

"Jeder ist irgendwie auf der Suche nach jemandem, bei dem man sich anlehnen könnte. Insofern ist es auch ein Film über das,Überleben’ in einem Alltag, der es einem nicht unbedingt einfach macht." (Dresen)

Schiller und die Geschichte

Dritter Teil: Wallenstein

Von Sybille Fuchs, 3. Februar 2006

Im letzten Jahr, 200 Jahre nach seinem Tod, ist Friedrich Schiller vielfach gewürdigt worden. Relativ wenig Beachtung fand jedoch Schillers bemerkenswerte Auseinandersetzung mit der Geschichte.

Schiller und die Geschichte

Zweiter Teil: Geschichtsprofessor in Jena

Von Sybille Fuchs, 2. Februar 2006

Im letzten Jahr, 200 Jahre nach seinem Tod, ist Friedrich Schiller vielfach gewürdigt worden. Relativ wenig Beachtung fand jedoch Schillers bemerkenswerte Auseinandersetzung mit der Geschichte.

Schiller und die Geschichte

Erster Teil: Don Karlos und der Abfall der Niederlande

Von Sybille Fuchs, 1. Februar 2006

Im letzten Jahr, 200 Jahre nach seinem Tod, ist Friedrich Schiller vielfach gewürdigt worden. Relativ wenig Beachtung fand jedoch Schillers bemerkenswerte Auseinandersetzung mit der Geschichte.

Das Wall Street Journal giftet gegen Spielbergs Film München

Von David Walsh, 31. Januar 2006

Spielbergs Film wird von reaktionären Kräften in den Vereinigten Staaten heftig kritisiert, da sein Werk einen unmissverständlichen Bezug zum aktuellen US-Krieg im Irak und allgemein zur rücksichtslosen Politik der herrschenden Elite in Amerika herstellt.

Kunst als Mittel zur Menschlichkeit

Von David Walsh, 28. Januar 2006

München ist ein ehrlicher, relativ komplexer und menschlicher Versuch, der in mehr als einer Hinsicht außergewöhnlich ist, und den Verteidigern des Status Quo, nicht nur in Israel, kaum Freude bereiten dürfte.

Von der Ärztin zur Basarhändlerin

Jarmark Europa von Minze Tummescheit

Von Bernd Reinhardt, 7. Januar 2006

Der grenzüberschreitende Basarhandel ist seit den neunziger Jahren für Osteuropa kennzeichnend.

Britischer Dramatiker Harold Pinter erhält Literaturnobelpreis

Von Barry Grey, 20. Oktober 2005

Pinter ist ein langjähriger und prinzipienfester Verteidiger der Menschenrechte, Feind gesellschaftlicher Reaktion und freimütiger Gegner imperialistischer Kriege.

Der Dokumentarfilm "Neue Wut" stellt die richtige Frage

Welche politische Strategie benötigt eine neue soziale Bewegung?

Von Dietmar Henning, 21. September 2005

Der Film "Neue Wut" dokumentiert die tiefe Kluft zwischen der Bundesregierung und der Bevölkerung.

Notwendiger Abschied von Illusionen

Netto, Regie: Robert Thalheim, Das Lächeln der Tiefseefische Regie: Till Endemann

Von Bernd Reinhardt, 19. Juli 2005

Die beiden Filme stehen für eine Reihe neuerer deutscher Filme, die sich um einen ernsthafteren sozialen Realismus bemühen.

Schiller und seine Zeit

Von Sybille Fuchs, 10. Mai 2005

Um zu verstehen, was Schiller in unserem heutigen Bewusstsein einerseits so abgedroschen und veraltet erscheinen lässt, ihn aber andererseits so plötzlich wieder in die Gegenwart katapultiert, ist es notwendig, einen kurzen Blick in die Zeit zu werfen, in der er gelebt und seine Werke verfasst hat.

Arthur Miller, ein amerikanischer Dramatiker

Von David Walsh, 15. April 2005

Eine kritische Biografie des amerikanischen Dramatikers Arthur Miller

Medien Unterhaltungsindustrie und Michael Jackson

Von David Walsh, 23. März 2005

Der 6. Parteitag von Rifondazione Comunista (PRC) hat endgültig mit der Illusion aufgeräumt, diese Partei stelle in irgendeiner Weise eine sozialistische Alternative zu den bürgerlichen Parteien dar.

55. Berlinale - Teil 3

Ein anderes Bild vom deutschen Antifaschismus

Die Filme Sophie Scholl - die letzten Tage, Regie: Marc Rothemund und Edelweißpiraten, Regie: Nico von Glasow

Von Bernd Reinhardt, 17. März 2005

Eine Besprechung der Filme Sophie Scholl - die letzten Tage und Edelweißpiraten

55. Berlinale - Teil 2

Vier Filme aus Afrika und Nahost

Von Stefan Steinberg, 16. März 2005

Der afrikanische Kontinent stand im Brennpunkt der diesjährigen Berlinale. Der Film U-Carmen eKhayelitsha, der in Südafrikas zweitgrößtem Township spielt, wurde mit dem Goldenen Bären ausgezeichnet.

55. Berlinale - Teil 1

Gesellschaftliches Leben und Geschichte melden sich zu Wort

Von Stefan Steinberg und Bernd Reinhardt, 4. März 2005

Ein Überblick über die 55. Berlinale und einige der herausragenden Filme, die gezeigt wurden: Fateless von Koltai, Eisensteins Panzerkreuzer Potemkin und andere sozialkritische und historische Themen aufgreifende Filme.

Neuerscheinung im Arbeiterpresse Verlag

"Amerikas Demokratie in der Krise" von David North

Von Bill Van Auken, 24. Februar 2005

Die Wahl George W. Bushs zu einer zweiten Amtszeit als Präsident der Vereinigten Staaten hat Millionen Menschen auf der ganzen Welt und in den Vereinigten Staaten selbst schockiert.

Berlinale 2005

"Weiße Raben - Alptraum Tschetschenien"

Ein schockierendes Portrait russischer Kriegsheimkehrer

Von Patrick Richter, 18. Februar 2005

Der Dokumentarfilm "Weiße Raben - Alptraum Tschetschenien" von Tamara Trampe und Johann Feindt zeichnet ein ergreifendes und sehr persönliches Bild derjenigen, auf deren Rücken der Krieg in Tschetschenien ausgetragen wird.

Generation Hartz IV

Die fetten Jahre sind vorbei, Regie: Hans Weingartner

Von Bernd Reinhardt und Florian Linden, 4. Februar 2005

Dass Die fetten Jahre sind vorbei solch durchschlagenden Erfolg bei einem internationalen, vorwiegend jugendlichen Massenpublikum hat, ist ein Hinweis darauf, dass viele junge Menschen sich mit den sozialen Erfahrungen und Gefühlen der Hauptfiguren identifizieren können und sich ähnliche Fragen stellen wie sie.

Michael Moores Fahrenheit 9/11 erhält den US-Publikumspreis

Von David Walsh, 28. Januar 2005

Am 9. Januar 2005 ging der US-Publikumspreis für den beliebtesten Film (People’s Choice Award) unter Mitwirkung des Internet-Publikum an Michael Moores`s Fahrenheit 9/1.

Der Fall eines kriminellen Regimes

"Der Untergang" - Regie: Oliver Hirschbiegel - Buch und Produktion Bernd Eichinger

Von Bernd Reinhardt und Florian Linden, 11. November 2004

Ein deutscher Dokumentarspielfilm über die letzten Tage des Dritten Reiches.

Gillo Pontecorvo, Regisseur von Die Schlacht um Algier, im Gespräch mit der WSWS

Achtung für die Realität

Von Maria Esposito, 27. Oktober 2004

Ein Gespräch mit Gillo Pontecorvo, dem Regisseur von Schlacht um Algier, über die Entstehung dieses Films und andere Fragen, wie über die Besetzung des Irak.

Ein zeitloses Porträt des anti-kolonialen Kampfs in Algerien

Schlacht um Algier, ein Film von Gillo Pontecorvo

Von Richard Phillips, 27. Oktober 2004

Der preisgekrönte Schwarzweißfilm Die Schlacht um Algier von Gillo Pontecorvo über den algerischen Befreiungskrieg ist vermutlich einer der stärksten Filme, die je über Kolonialbesatzung und Widerstand gedreht worden sind.

Henri Cartier-Bresson (1908-2004)

Ein Pionier der modernen Fotografie

Von Richard Phillips, 7. Oktober 2004

Der am 3. August 2004 in Paris verstorbene Henri Cartier-Bresson wird zu Recht als einer der wichtigsten Fotografen des 20. Jahrhunderts betrachtet.

Michael Moores Beitrag

Fahrenheit 9/11, Drehbuch und Regie von Michael Moore

Von David Walsh, 17. Juli 2004

Bereits in den ersten Tagen nach seiner Premiere in den US-amerikanischen Kinos konnte Michael Moores Dokumentarfilm Fahrenheit 9/11, eine Anklage gegen die Bush-Regierung, Besucherrekorde verzeichnen.

Die Ansichten der liberalen russischen Intellektuellen über den Kreml unter Jelzin und Putin

Die Märchen einer Kreml-Diggerin(*) von Jelena Tregubowa

Von Wladimir Wolkow, 9. Juli 2004

Mit Ausnahme von ein paar Episoden enthalten die Märchen einer Kreml-Diggerin wenig Neues . Dieses Buch ist nicht wegen seiner schockierenden Enthüllungen so skandalumwittert, sondern weil es überhaupt erschienen ist. In Anbetracht der vollständigen Ausmerzung jeglicher Transparenz der politischen Vorgänge in Russland, dem vollständigen Fehlen öffentlicher politischer Debatten und dem künstlich erzeugten Mini-Persönlichkeitskult um Präsident Putin nimmt sich jede mehr oder wenig wahrheitsgetreue Darstellung wie eine Offenbarung aus.

Aus Liebe zum Volk - "exemplarische Gültigkeit" oder "historische Wahrheit"

Von Bernd Reinhardt, 15. Mai 2004

Portrait eines DDR-Geheimdienstlers, der den Sozialismus vor dem Volk schützen wollte.

Norwegisches Festival setzt nach Gesprächen mit italienischen Regierungsvertretern Dokumentarfilm über Berlusconi ab

Von Richard Phillips, 3. April 2004

Unmittelbar vor Beginn des 3. Europäischen Dokumentarfilmfestivals im norwegischen Oslo wurde nach einem Treffen mit Vertretern der italienischen Botschaft der Dokumentarfilm Citizen Berlusconi abgesetzt.

Die Passion Christi - Weshalb findet der Film in Amerika so große Resonanz?

Die Passion Christi , Regie: Mel Gibson, Drehbuch: Gibson und Benedict Fitzgerald

Von David Walsh, 25. März 2004

Die Passion Christi ist ein reaktionärer Film, doch sollte man daraus nicht den Schluss ziehen, dass die Mehrzahl seiner Zuschauer, meist Angehörige der unteren Mittelschicht und der Arbeiterklasse, ebenfalls reaktionär sind.

54. Internationale Filmfestspiele Berlin - Teil 3

Das Erbe der sechziger Jahre: Filme von Fernando Solanas und Theo Angelopoulos

Von Stefan Steinberg, 11. März 2004

Die Sektion Retrospektive der diesjährigen Berliner Filmfestspiele widmete sich dem "Neuen amerikanischen Kino" der sechziger und siebziger Jahre. Viele Kommentare und Diskussionen, die die Filme begleiteten, hatten allerdings die Tendenz, diese Werke durch den relativ engen Blickwinkel des Filmemachers (oder Kritikers) zu betrachten.

54. Internationale Filmfestspiele Berlin - Teil II

Verwirrte Gefühle

"Gegen die Wand" und "Was nützt die Liebe in Gedanken"

Von Bernd Reinhardt, 6. März 2004

Große Gefühle ohne große Ideen. Zwei Filme über die Liebe.

54. Internationale Filmfestspiele Berlin - Teil 1

Die Entwirrung von "düsteren und schwierigen" Filmen

Von Stefan Steinberg, 5. März 2004

Einige der Filme, die an der diesjährigen 54. Berlinale gezeigt wurden, versuchen sich mit politischen Themen und sozialen Fragen, mit dem Konflikt der Kulturen und den wirtschaftlichen und politischen Folgen der Globalisierung zu beschäftigen. Steinberg geht in diesem Teil der Rezension besonders auf den Film Zeugen von Vinko Bresan und Monster von Patty Jenkins ein.