Film & Geschichte

„Und der Zukunft zugewandt“ – ein Film über die stalinistischen Wurzeln der DDR

Von Bernd Reinhardt und Verena Nees, 9. Oktober 2019

Regisseur Bernd Böhlich wirft in seinem Film die Frage des „Geburtsfehlers“ der DDR auf, ihr Schweigen über die stalinistischen Verbrechen, denen die alten Bolschewiki wie Leo Trotzki und ebenso zahllose deutsche Kommunisten zum Opfer fielen.

Ehrenpreis für Margarethe von Trotta

Von Bernd Reinhardt, 13. Juli 2019

Bei der Verleihung der Deutschen Filmpreise Anfang Mai wurde die Regisseurin Margarethe von Trotta mit dem Ehrenpreis ausgezeichnet. Sie gehört zu den bedeutendsten deutschen Filmschaffenden der Nachkriegszeit.

„Jahrestag der Revolution“ – abendfüllender Dokumentarfilm über die Russische Revolution wiederhergestellt

Von Gregor Link, 25. April 2019

Der sowjetische Filmemacher Dsiga Wertow produzierte 1918 einen abendfüllenden Dokumentarfilm über die Russische Revolution, der über hundert Jahre später wieder veröffentlicht werden konnte.

69. Berlinale: Ein neuer Film über Bertolt Brecht

Von Stefan Steinberg und Sybille Fuchs, 29. März 2019

Auf der diesjährigen Berlinale hatte die neue Brecht-Filmbiografie des für seine historischen Dokudramen bekannten und vielfach ausgezeichneten Regisseurs Heinrich Breloer Premiere.

„Trotzki“ auf Netflix: Eine toxische Mischung aus Geschichtsfälschung und unverhohlenem Antisemitismus

Von David North und Clara Weiss, 9. März 2019

Netflix präsentiert seinem weltweiten Publikum derzeit die virulent antisemitische Fernsehserie Trotzki, die ursprünglich 2017 vom russischen Staat produziert wurde.

Berlinale: Zwischen Identitätspolitik und Widerstand gegen Rechtsextremismus

Von Stefan Steinberg, 16. Februar 2019

Dass der Festivaldirektor Dieter Kosslick kurzfristig entschieden hat, den Film Das Geheimarchiv im Warschauer Ghetto ins Programm zu nehmen, ist ein Zeichen für den wachsenden Widerstand in Künstlerkreisen gegen die extreme Rechte in Deutschland

„Ich habe mich auf die DDR eingelassen“

„Gundermann” – der neue Film von Andreas Dresen

Von Bernd Reinhardt, 13. Oktober 2018

Gerhard Gundermann (1955-1998) war ein DDR-Liedermacher der 80er und 90er Jahre.

Berlinale Retrospektive: Zwei Blicke auf die Arbeiterbewegung

Von Bernd Reinhardt, 5. April 2018

Die Filme „Brüder“ (1929) und „Kameradschaft“ (1931) reflektieren die Stimmung unter Arbeitern Ende der 20er Jahre: ihr Bedürfnis nach gemeinsamen Kampf und internationaler Solidarität.

Berlinale Retrospektive: „Weimarer Kino – neu gesehen“

Von Bernd Reinhardt, 31. März 2018

Die Retrospektive der diesjährigen Berlinale stellte Filme vor, die in den letzten Jahrzehnten in Vergessenheit gerieten, wie viele ihrer Regisseure.

„Babylon Berlin“, eine aufwändige Fernsehserie über die 1920er Jahre

Von Sybille Fuchs, 21. März 2018

Die bislang wohl teuerste deutsche Fernsehproduktion zeigt Berlin im Jahr 1929.

„Tannbach“: Die 60er Jahre

Von Sybille Fuchs, 20. Januar 2018

In der zweiten Staffel der ZDF-Serie „Tannbach“ stehen sich Anfang der 1960er Jahre im Kalten Krieg Ost und West feindlich und hoch gerüstet gegenüber.

Der neue Mensch – Aufbruch und Alltag im revolutionären Russland

DVD-Filmedition

Von Bernd Reinhardt, 20. Dezember 2017

Die sehenswerte DVD-Edition umfasst acht ausgewählte sowjetische Dokumentar-, Animations- und Spielfilme der Jahre 1924 bis 1932.

Filmempfehlung der Woche

Die einmalige Filmdokumentation der Russischen Revolution: „Tsar to Lenin“

Von der Redaktion, 6. November 2017

„Tsar to Lenin“ gehört seit seiner Veröffentlichung im Jahr 1937 zu den brillantesten Dokumentarfilmen des 20. Jahrhunderts.

67. Berlinale – Teil 2

Zwischen den Fronten – über den Film „Django“

Von Bernd Reinhardt, 6. März 2017

Die zeitlos scheinende Musik Django Reinhardts lässt leicht vergessen, dass sie einer sehr realen, unruhigen Welt entsprang.

Zeit für Legenden

Jesse Owens und die Olympiade von 1936

Von Alan Gilman und David Walsh, 20. August 2016

Der Film von Stephen Hopkins dreht sich um die entscheidenden Ereignisse im Leben der afroamerikanischen Sportlegende Jesse Owens, der bei der Olympiade 1936 in Berlin vier Goldmedaillen gewann.

Free State of Jones: Ein Dreifachhoch!

Von Joanne Laurier, 26. Juli 2016

Der Film von Gary Ross lässt ein äußerst interessantes, aber nur wenig bekanntes Kapitel der amerikanischen Geschichte wieder aufleben.

Filmbesprechung:

„All the way“ - Lyndon B. Johnson und die Bürgerrechtsbewegung

Von Charles Bogle, 9. Juli 2016

Der HBO-Fernsehfilm über die Präsidentschaft von Lyndon B. Johnson (1963-1964) verdient Lob, weil der er authentisch einige der wichtigen Themen des ersten Regierungsjahrs von Johnson aufgreift.

Der Film Son of Saul im Land der Täter

Von Verena Nees, 8. April 2016

Ausgerechnet in Deutschland wurde dieser herausragende Film lange blockiert und erst in die Kinos gebracht, nachdem er internationale Preise gewonnen hatte.

Eine moderne Antigone

Son of Saul von László Nemes

Von Dorota Niemitz, 8. April 2016

Der Debütfilm des ungarischen Filmregisseurs László Nemes behandelt eineinhalb Tage des Lebens eines Mitglieds des Sonderkommandos in Auschwitz II-Birkenau.

Eine wirkliche künstlerische „Avantgarde“ erfordert, sich den entscheidenden historischen Fragen zu stellen

Von David Walsh, 5. März 2016

David Walshs Essay befasst sich mit der Frage, ob es heute eine künstlerische Avantgarde gibt – und falls nicht, wie sie aussehen könnte und auf welche Themen sie eingehen müsste.

Sarah Gavrons Film Suffragette – Taten statt Worte

Was haben Mrs. Pankhurst und eine East-End-Wäscherin gemeinsam?

Von Joanne Laurier, 31. Dezember 2015

Suffragette – Taten statt Worte ist ein Spielfilm über die Frauenwahlrechtsbewegung in Großbritannien zur Zeit kurz vor dem Ersten Weltkrieg.

Wer würde Hitler heute zujubeln?

Zur deutschen Filmsatire „Er ist wieder da“

Von Bernd Reinhardt, 2. Dezember 2015

Die Filmsatire „Er ist wieder da“ nach dem gleichnamigen Roman von Timur Vermes, den inzwischen über zwei Millionen Zuschauern gesehen haben, gehört zu den erfolgreichsten deutschen Kinofilmen dieses Jahres.

„Der Staat gegen Fritz Bauer“

Von Sybille Fuchs, 3. Oktober 2015

Der neue Film über den Frankfurter Generalstaatsanwalt Fritz Bauer, der am Donnerstag in die Kinos kam, ist bereits der dritte innerhalb weniger Jahre über diese wichtige Persönlichkeit.

Vor 100 Jahren wurde Orson Welles geboren

Teil 2

Von David Walsh und Joanne Laurier, 5. August 2015

Am 6. Mai 1915 wurde Orson Welles geboren, eine der bemerkenswertesten Persönlichkeiten des amerikanischen Films und der Bühne im 20. Jahrhundert. Dies ist der zweite und letzte Teil einer Würdigung seines Schaffens. Der erste Teil erschien am 25.07.2015.

Der Film „Als wir träumten“ von Andreas Dresen

Von Bernd Reinhardt, 11. April 2015

Dresens Film spielt im Leipzig von 1994. Er zeigt 16- bis 17-jährige Jugendliche in der Nachwendezeit.

Der Film Mr. Turner zeigt ein lebendiges Bild des großen Malers

Von Fred Mazelis, 5. März 2015

Timothy Spall verkörpert wunderbar den schwierigen, genialen Charakter des Malers, der einen so großen und dauerhaften Einfluss auf die Entwicklung der Malerei hatte.

„Wir sind jung, wir sind stark“ – ein Film über die rassistischen Anschläge in Rostock 1992

Von Verena Nees, 14. Februar 2015

Das Pogrom in Rostock-Lichtenhagen war Höhepunkt einer Welle rassistischer Gewalt, angeheizt von Politik und Medien, die schließlich zur weitgehenden Abschaffung des Asylrechts führte.

Die Kontroverse um den Film American Sniper (Der Scharfschütze)

Von David Walsh, 12. Februar 2015

Mit der Kampagne zur Verteidigung von Clint Eastwoods Film versuchen das politische und Medienestablishment in den USA aktuell, ihre kriegerische Agenda voranzutreiben

„Tannbach“ und die deutsch-deutsche Nachkriegsgeschichte

Von Sybille Fuchs, 29. Januar 2015

Der ZDF-Dreiteiler „Tannbach – Schicksal eines Dorfes“ zeigt am Schicksal der Einwohner eines kleinen Dorfes die Geschichte der deutschen Teilung in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg.

Eindrucksvoller Dokumentarfilm über Naziverbrechen:

Night will fall

Von Paul Mitchell, 5. Dezember 2014

Der Film Night Will Fall beruht auf einer bemerkenswerten Arbeit: Der Film German Concentration Camps Factual Survey zeigt die furchtbaren Verbrechen des Holocaust aufrüttelnd und präzise.

„Im Labyrinth des Schweigens“ – ein Film über den Frankfurter Auschwitzprozess

Von Sybille Fuchs, 12. November 2014

Der Film von Giulio Ricciarelli setzt sich mit der Vorgeschichte des ersten Prozesses gegen KZ-Verbrecher vor einem bundesdeutschen Gericht auseinander, der Anfang der 1960er Jahre in Frankfurt stattfand.

The Cut, eine Geschichte über den Völkermord an den Armeniern

Von Hiram Lee, 8. November 2014

Der Film des türkisch-deutschen Filmemachers Fatih Akin erzählt eine Geschichte über eine Familie, die durch den Völkermord an den Armeniern 1915 auseinandergerissen wird.

DDR-Künstler und Stasi

Von Bernd Reinhardt, 5. November 2014

Der Künstler und Stasi-Spitzel Sascha Anderson war eine zentrale Figur der jungen DDR-Literaturszene der achtziger Jahre.

Die geliebten Schwestern im Kino

Von Bernd Reinhard, 2. August 2014

Der Film Die geliebten Schwestern von Dominik Graf fand auf der Berlinale im Frühjahr große Beachtung. Jetzt läuft er in den Kinos.

Ein großer sowjetischer Film über den Zweiten Weltkrieg

Nie wieder Krieg! Die Antikriegsbotschaft von Die Kraniche ziehen (1957)

Von Dorota Niemitz, 5. Juli 2014

Der Film ist die Geschichte zweier junger Leute, Boris und Weronika, die sich lieben und heiraten wollen. Sie schieben ihre Pläne auf, als die Wehrmacht 1941 in die UdSSR einfällt.

64. Internationales Berliner Filmfestival - Teil 3

We Come as Friends und Lauf Junge, lauf: Zwei weitere Filme mit ernsthaftem Anspruch

Von Stefan Steinberg, 1. März 2014

Hubert Saupers Dokumentarfilm untersucht die Bilanz westlicher Interventionen in Afrika, während Pepe Danquarts Film die Erfahrung eines vaterlosen jüdischen Jungen in Polen im Krieg darstellt.

64. Internationales Berliner Filmfestival – Teil 2

Ein ernstgemeinter Umgang mit Geschichte: Non-Fiction Diary von Jung Yoon-suk aus Südkorea

Von Stefan Steinberg, 25. Februar 2014

Der südkoreanische Filmemacher Jung Yoon-suk legt in seinem neuen Dokumentarfilm Non Fiction Diary, der auf der 64. Berlinale zu Recht einen Preis erhielt, eine erfrischend ernsthafte Haltung zur Geschichte an den Tag.

The Monuments Men: In fast jeder Beziehung ein Film des Establishments

Von Joanne Laurier, 21. Februar 2014

George Clooneys Film The Monuments Men – Ungewöhnliche Helden erzählt die Geschichte eines Trupps von Kunstexperten in Diensten des amerikanischen und alliierten Militärs, die am Ende des Zweiten Weltkriegs versuchen, von den Nazis gestohlene Kunstwerke zu retten.

The Wolf of Wall Street:

Warum sollten wir solche Typen bewundern?

Von David Walsh, 28. Januar 2014

Martin Scorseses neuer Film handelt von der Karriere des Börsenschwindlers und Wirtschaftskriminellen Jordan Belfort, der vom Aufstieg des Finanzgangstertums in den USA profitierte, und in den 1980er und 1990er Jahren ein Vermögen anhäufen konnte.

Paganini oder „Der Teufelsgeiger“?

Von Bernd Reinhardt, 11. Dezember 2013

Der deutsch-italienische Kinofilm Der Teufelsgeiger trägt kaum dazu bei, die Legenden um Paganini ins rechte Licht zu rücken und seine Verdienste an der Kunst zu würdigen.

Hannah Arendt: Margarethe von Trottas Film greift Debatte zum Eichmann-Prozess wieder auf

Regie: Margarethe von Trotta, Drehbuch: von Trotta und Pam Katz

Von Fred Mazelis und Stefan Steinberg, 6. Juli 2013

Der Film konzentriert sich auf einige wenige entscheidende Jahre im Leben der deutsch-amerikanischen Schriftstellerin, die vor allem für ihr Werk “Die Ursprünge des Totalitarismus” und ihre Studien über den Eichmannprozess bekannt ist.

Die Filmtrilogie „Unsere Mütter, unsere Väter“

Von Bernd Reinhardt, 27. Juni 2013

Erklärte Absicht der Filmtrilogie war, die „persönlichen Geschichten“, die Alpträume jener Generation zu inszenieren, die Kinder waren als Hitler an die Macht kam, die im Krieg Schreckliches erlebten und taten und später zum Schweigen verurteilt waren.

Der große Gatsby

Neuverfilmung von F. Scott Fitzgerald

Von David Walsh, 8. Juni 2013

Der Roman von 1925 schildert eine Abfolge tragischer Ereignisse, die für die Parvenüs und Habenichtse zu Tod und Elend führen. Allein die Superreichen sind davon unberührt.