Stimmen gegen den Krieg

“Es stimmt nicht, dass die Westmächte für Demokratie und Menschenrechte stehen“

Von unseren Korrespondenten
3. Mai 2014

Die Ablehnung der aggressiven Außenpolitik der Bundesregierung und der Nato-Mächte in der Ukraine durch die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung findet in den offiziellen Medien keinen Ausdruck. Die Partei für Soziale Gleichheit veröffentlicht deshalb regelmäßig „Stimmen gegen den Krieg“ auf ihrer Website.

Wir laden alle Leser ein, selbst Beiträge zu verfassen und auf der Seite zu veröffentlichen. Im Folgenden dokumentieren wir einige der neuesten Beiträge.

Massimo (45), Opel Rüsselsheim

„Es stimmt nicht, dass die Westmächte für Demokratie und Menschenrechte stehen. Die sind nur auf ihre Machtinteressen aus. Ich glaube, dahinter steht die Krise des Kapitalismus. Jeder ist nur darauf aus, sein eigenes Schäfchen ins Trockene zu bringen – auf Kosten der anderen. Auch Putin versucht, die Zähne zu zeigen. Das führt dann zu internationalen Konflikten. Die Bundesregierung ist eine treibende Kraft dabei.

Ich wünsche Euch viel Erfolg bei eurer Kampagne gegen die Kriegsentwicklung. Man muss wirklich etwas dagegen tun. Die Lage ist brandgefährlich.“

Nuri, Opel Rüsselsheim

„Ich befürchte, dass der Krieg nicht mehr vermeidbar ist. In Jugoslawien hat sich Deutschland Ende der 1990er Jahre auch schon eingemischt. In meinen Augen will der Westen Krieg!

Keiner weiß, ob der kommende Krieg sechs Tage oder sechs Monate dauern wird. Ich bin aus der Türkei, das ist gerade mal um die Ecke.

Diese Geschichte muss mal ein Ende haben. Denen geht es nur ums Geld. Russland wird isoliert. Die Nato-Länder haben Russland schon eingekreist. Kein Wunder das Russland sich bedroht fühlt. Alles ist schon vorbereitet für den nächsten Krieg.“

Karl, Berlin

„Wir sind ganz nahe an einem Krieg, aus dem leicht ein Weltkrieg werden kann. Das, was sich da in der Ukraine abspielt, ist von den Westmächten inszeniert, um Russland einzukreisen. Sie haben Russland seit der Wiedervereinigung umzingelt, genauso wie China im Fernen Osten. Mit viel Geld, Waffen und verschiedenen, meiner Meinung nach von der CIA organisierten sogenannten Revolutionen haben sie schon einen großen Teil der ehemaligen Sowjetrepubliken rund um Russland wie die baltischen Staaten unter EU-Einfluss gebracht oder sogar zu NATO-Mitgliedern gemacht. Dazu kommen Länder des ehemaligen Ostblocks wie Polen oder Rumänien. Jetzt arbeiten sie daran, dasselbe in der Ukraine zu erreichen.

Sie wollen solange provozieren, bis Russland in der Ukraine einmarschiert und Deutschland und die USA dann einen ‚Grund‘ haben, ihrerseits Krieg zu führen. Besonders schlimm finde ich, dass Deutschland dabei mit berüchtigten faschistischen Organisationen in der Ukraine zusammenarbeitet.

Ich bin der Überzeugung, dass die Gründe für diese Kriegsvorbereitungen die Rohstoffe und Märkte in Russland und in der Ukraine sind. Die Kontrolle über die Ukraine ist für die EU und die USA aber vor allem auch eine strategische Frage – auf dem Weg zur Kontrolle über Russland.

Aus denselben Gründen haben die USA und ihre europäischen Verbündeten in Europa schon Kriege in Nordafrika, im Nahen Osten, in Syrien und in Afghanistan geführt.

Ganz schlimm finde ich die Kriegspropaganda in den Medien, die natürlich jeden Tag genau das Gegenteil behaupten. Sie wollen erreichen, dass die Bevölkerung passiv bleibt und alles mit sich machen lässt.“