Versammlung in Paris: Fünfzehn Jahre World Socialist Web Site

25. September 2013

Dieses Jahr wird die World Socialist Web Site fünfzehn Jahre alt. Sie ist die am meisten gelesene sozialistische Publikation im Internet und die Stimme der trotzkistischen Weltbewegung, des Internationalen Komitees der Vierten Internationale. Sie erscheint täglich in mehr als fünfzehn Sprachen, auch auf französisch. Zu einer Zeit, in der so viele „linke“ und liberale Publikationen ihren Frieden mit dem politischen Establishment gemacht haben, weigert sich die WSWS, ihre Prinzipien zu kompromittieren.

Die WSWS ging am 14. Februar 1998 in einer Zeit online, als die bürgerlichen Medien den unumkehrbaren Triumph des Kapitalismus und „das Ende der Geschichte“ feierten. Angeblich war eine neue Ära von Frieden und Wohlstand heraufgezogen. Was allerdings folgte, waren der endlose „Krieg gegen den Terror“, die schlimmste Wirtschaftskrise seit den 1930er Jahren, ein katastrophaler Zusammenbruch des Lebensstandards der Arbeiterklasse, beispiellose Angriffe auf demokratische Grundrechte und, als Folge davon, eine gründliche kulturelle und intellektuelle Desorientierung.

Frankreich ist ein Zentrum der weltweiten Reaktion. Seine Regierungen – ob die konservative rechte von Nicolas Sarkozys oder die bürgerliche „linke“ von François Hollande – haben in Griechenland und Spanien im Verein mit der Kanzlerin Angela Merkel Massenarmut und die Zerstörung sozialer und demokratischer Rechte durchgesetzt. Diese bedrohen jetzt auch das übrige Europa und Frankreich. Unter Hollande hat sich Frankreich zum aggressivsten und treuesten Verbündeten der USA entwickelt, und es unterstützt deren imperialistische Kriege im Nahen Osten, Asien und darüber hinaus und die Unterdrückung von Massenaufständen in Ägypten, Tunesien und Griechenland.

Wie die Enthüllungen von Edward Snowden gezeigt haben, hinkt die französische Bourgeoise auch bei der umfassenden staatlichen Überwachung und dem Aufbau eines Polizeistaats beileibe nicht hinterher.

Die herrschende Klasse bereitet wieder einmal diktatorische Herrschaftsformen vor. Die Arbeiterklasse muss sich ihrerseits auf die kommenden Klassenkämpfe vorbereiten. Die wichtigste Vorbereitung ist der Aufbau einer neuen Partei, die es der Arbeiterklasse ermöglichen wird, unabhängig in die politischen Ereignisse einzugreifen. Die dramatischen Entwicklungen in Ägypten haben gezeigt, dass die Arbeiterklasse für ihre Interessen nur mit ihrer eigenen revolutionären Partei kämpfen kann.

Diese Versammlung wird die politischen und theoretischen Grundlagen der WSWS erklären und ihre Wurzeln im Kampf für den revolutionären Sozialismus aufzeigen. Anhand dieser Geschichte wird sie die grundlegenden Fragen der aktuellen politischen Lage untersuchen: den Kampf, eine neue sozialistische Bewegung der Arbeiterklasse in dieser neuen Epoche von Krieg und Revolution aufzubauen.

Vereint die Arbeiterklasse international –

*gegen imperialistischen Krieg in Syrien, Mali oder Libyen

*gegen Austerität und Massenarbeitslosigkeit

*gegen Polizeistaat

*für die Vereinigten Sozialistischen Staaten von Europa.

Versammlung am Sonntag, 29. September, 15:00 Uhr
AGECA 177 rue de Charonne 75011
Paris Métro: Alexandre Dumas (Linie 2), Bus: 76

Hauptredner ist Peter Schwarz, Sekretär des Internationalen Komitees der Vierten Internationale und Mitglied der Internationalen WSWS-Redaktion.